Samstag, 2. März 2013

Was ist ein Curandero/eine Curandera? Welche Arbeitsgrundsätze hat Amelia?

DER CURANDERISMO


Curanderismo ist eine Heiltradition aus dem mittel- und südamerikanischen Raum. Die Tradition der Schamanen Südamerikas basiert auf der persönlichen Weitergabe des überlieferten Wissens. 



Die Arbeit des Curanderos oder der Curandera hat ihren Schwerpunkt in der Analyse der energetischen Situation des Hilfesuchenden und darauffolgend der energetisch ausgleichenden Behandlung. Zielsetzung der Arbeit ist, den Hilfesuchen­den in eine bessere energetische Situation zu stellen, ihn zu reinigen, Blockaden zu lösen und ihn positiv aufzuladen. 



Der Curandero verbindet seine Heilarbeit mit einem Ri­tual. Diese Rituale, die als Mesada-Ritual bezeichnet werden, werden üblicherweise in einer Gruppe abgehalten, die Teilnehmer werden einzeln behandelt. Durch die Gruppenenergie verfielfältigt sich die Wirkung für alle.



Vieles in der Ursprünglichkeit des peruanischen Schamanismus basiert auf der natürlichen Weitergabe des Wissens ohne großen äußeren Rahmen.



INFORMATIONEN ZU AMELIA UND IHRER ARBEIT:



Amelias Ahnen stammen aus Tucumé, Lambayeque, im Norden und aus Chincha, im Süden Perus. Der Norden ist geprägt von der Mochekultur (1.-7. Jahrhundert) und hat zahlreiche Kraftorte, wie zum Beispiel die Huaringas-Seen, der Süden ist gekennzeichnet durch einen Synkretismus zwischen traditionellen indianischen Elementen, dem Einfluss der afrikanisch stämmigen Bevölkerung sowie des Christentums. Amelia wurde 1951 in Lima geboren und hat nach einer jahrzehntelangen Ausbildung zur Maestra Curandera (schamanische Meisterheilerin) als Stadtschamanin diese alte Tradition an das Leben in der Metropole angepasst. Sie hat es sich nunmehr zur Aufgabe gemacht, das alte Wissen der „Curanderos” in Europa zugänglich zu machen. Besonderen Wert legt sie darauf, die Verantwortung, die das Ausüben des Curandero-Schamanismus bedeutet, nahezubringen.



Vor dem Ritual plaziert Amelia ihre „Artes“ (Kraftobjekte), die aus Steinen, Muscheln, Stäben, Pflanzen, Duftwasser, Kräuteressenzen etc. bestehen, auf einem gewebten Tuch. Diese „Mesa“ unterstützt sie bei der Durchführung des Rituals. Energie und Mysterium spüren die Teilnehmer, wenn Amelia durch ihre Rassel in Kontakt mit ihren Artes (Kraftobjekten), ihren Kräutern, Wassern sowie ihren „Ancestros“ (Ahnen) tritt, die es ihr ermöglichen, die Tür zu einer spirituellen Ebene zu öffnen, in der sie die im Stillen die zur Behandlung erforderlichen Informationen sammelt („Rastreo“), störende Energien entfernt („Limpia“) und die Teilnehmer mit positiver Energie auflädt („Florecimiento“).



 ALLGEMEINE PHILOSOPHIE ZU AMELIAS ARBEIT ALS CURANDERA:



Praktische Spiritualität ist eines der Geschenke, das uns die alten Völker Südamerikas machen können und das uns das Leben in unserer durch Entfremdung geprägter, modernen Zivilisation erleichtern kann. Amelia ist sehr auf ihre praktische Arbeit bedacht und möchte durch die Kraft ihrer Arbeit die Grundlagen der schamanischen Heilarbeit vermitteln. Sie vermittelt ihr Wissen nach dem Grundsatz: 



"Ich werde Euch nichts lehren. Ich werde etwas mit Euch teilen. Wenn Ihr motiviert seid, dann lernt Ihr selbst von der Natur, den Pflanzen, was Ihr wissen müsst. Das Wissen öffnet sich dem, der versteht es zu empfangen."



"Meine Kenntnisse und Traditionen sind Teil der Welt und können nicht nur bei einer bestimmten Gruppe bleiben. Sie richten sich an alle, die sich dafür interessieren.



Manche Menschen haben, um die Kenntnisse leichter übermitteln zu können, aus Bequemlichkeit oder aus Gewinnsucht heraus Levels erfunden. Für die Vermittlung eines jeden dieser Levels haben sie einen bestimmten Preis angesetzt. Wir Curanderos kennen jedoch keine Levels oder Hierarchien. Ich beabsichtige mit der Weitergabe meiner Kenntnisse nicht, Wettbewerb unter meinen Schülern auszulösen. Ich gebe Kenntnisse weiter, welche von meinen Ahnen stammen. Dies bedeutet eine sehr große Verantwortung.



Ich bilde nicht alle Teilnehmer zu Curanderos aus, sondern ich gebe an diejenigen, welche Interesse daran haben, eine bestimmte Tradition weiter. Manche Menschen, welche an meinen Seminaren teilnehmen, finden dort eher eine Lösung für persönliche Probleme oder einen Weg zur Spiritualität.



Für andere Menschen ist es so, dass sie von dem Augenblick an, in dem sie beginnen, an der Tradition teilzuhaben, anfangen, zuvor nicht ausgeschöpfte Fähigkeiten zu entdecken. Sie entscheiden dann, den Weg nicht nur für sich selbst zu befolgen, sondern auch dafür, anderen zu helfen.



Es bedeutet für mich Mission, Berufung, Freude und Stolz, meine Kenntnisse an euch weiterzugeben. So gehen diese nicht im Laufe der Zeit verloren. Deswegen behalte ich nichts für mich und versuche alles, ohne Hinzufügungen und Auslassungen zu übertragen. Es ist mir ein Anliegen, meine Traditionen so rein und authentisch wie möglich an Euch weiterzugeben."


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